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Tafel zum Gedenken an das Henriettenstift

Avatar of AndyWe AndyWe - 25.02.2002 - Offen

Tafel zum Gedenken an das Henriettenstift soll erhalten werden

von Mathias Bäumel

Dresdner UniversitätsJournal
13. Jahrgang • Nr. 4, 26. Februar 2002

Güntzstraße 28: Noch ist die daran angebrachte Gedenktafel intakt.
Die Gedenktafel zur Erinnerung an das Henriettenstift, dem in der Bombennacht vom 13. zum 14. Februar 1945 zerstörten einzigen Dresdner jüdischen Altenheim, soll gerettet, restauriert und später wieder der Öffentlichkeit zugänglich werden. Dies ist die Absicht eines Interessentenkreises um die Dresdner Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Kultur HATiKVA.

Das Studentenwohnheim, an dessen Außenwand die vom Dresdner Bildhauer Werner Hempel entworfene Tafel am 8. Februar 1966 angebracht worden war, ist vom Studentenwerk abgegeben worden; das mittlerweile unansehnliche, nicht mehr bewohnbare Gebäude auf der Güntzstraße 28 steht nun unter der Verwaltung des Staatlichen Vermögens- und Hochbauamtes Dresden. Das hat nunmehr vorgeschlagen, bis zur Sanierung die Tafel durch eine Einschalung vor Graffiti zu schützen.

Angebracht einundzwanzig Jahre nach dem Fall des Faschismus ist diese Tafel das erste in Dresden nach dem Krieg errichtete Memorial, das der Erinnerung an jüdische Kultur und an die Leiden der jüdischen Bevölkerung während der Hitlerzeit gewidmet ist. Bereits im Mai 1964 hatte sich die Jüdische Gemeinde an die TU Dresden mit der Bitte gewandt, am betreffenden Wohnheim, das nahezu an derselben Stelle wie einst das Henriettenstift steht, eine solche Tafel vorzusehen. Nach dem prinzipiellen »Okay« durch die TU-Leitung und der Abteilung Städtebau und Architektur der Stadt Dresden gab dann auch der Künstlerische Beirat der Universität unter dem Maler Werner Scheffel grünes Licht.

Foto: Archiv UJ

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